Microsoft 365: Speicherort bis 14. Dezember wählen
Microsoft 365: Bis zum 14. Dezember ist der Speicherort Ihrer Daten wählbar – Land oder EU. Was das bedeutet und warum Nichtstun auch eine Entscheidung ist.
Microsoft 365: Bis zum 14. Dezember ist der Speicherort Ihrer Daten wählbar – Land oder EU. Was das bedeutet und warum Nichtstun auch eine Entscheidung ist.
Microsoft-Nutzer aufgepasst – aber bitte ohne Hektik: Seit dem 14. September 2026 gibt es im Admin-Center von Microsoft 365 eine neue Einstellung, mit der IT-Verantwortliche festlegen können, ob die Daten ihres Unternehmens innerhalb der Landesgrenzen oder innerhalb der regionalen EU-Datengrenzen gespeichert werden. Bis zum 14. Dezember 2026 läuft die Frist, diese Wahl zu treffen. Danach greift, was eingestellt ist – oder eben nicht eingestellt ist. Denn wer nichts tut, hat sich faktisch bereits entschieden: Die Option ist standardmäßig deaktiviert, und das erlaubt Microsoft, die Daten innerhalb der EU-Datengrenzen zu verschieben.
Für Unternehmen mit 10 bis 100 Mitarbeitern, die Exchange Online, Teams, SharePoint, OneDrive oder Copilot nutzen, ist das kein Grund zur Beunruhigung – aber ein Grund, kurz hinzuschauen. Hier die Einordnung.
Wie heise Security berichtet, hat Microsoft die Option „Store Microsoft 365 customer data in-country“ – zu Deutsch „Microsoft-365-Kundendaten im Land speichern“ – am 14. September 2026 eingeführt. Betroffen sind berechtigte kommerzielle Tenants in Deutschland, Frankreich, Norwegen, Schweden und der Schweiz. Die Einstellung gilt für die Dienste Copilot beziehungsweise Copilot Chat, Exchange Online, OneDrive, Teams und SharePoint – also genau die Werkzeuge, auf denen in den meisten Betrieben der Arbeitsalltag läuft.
Microsoft begründet die mögliche Verschiebung mit der Lastverteilung: Um im EU- beziehungsweise EFTA-Raum einen hochperformanten Dienst aufrechtzuerhalten, sollen Daten regional verteilt werden können.
Die wichtigste Nachricht zuerst: An der Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung ändert diese Einstellung nichts. Microsoft führt aus, dass die Kundendaten in den EU-Datengrenzen bleiben – unabhängig davon, ob die Option aktiviert oder deaktiviert ist. Privatsphäre, Sicherheit, Compliance und Verschlüsselung bleiben unverändert.
Auch die Experteneinschätzung im Beitrag ist eindeutig: Da die Daten innerhalb europäischer Grenzen verbleiben, liegt aus deutscher Perspektive kein Drittlandtransfer vor. Die DSGVO bleibe eingehalten – Artikel 44 verortet Drittländer außerhalb der EU, und dorthin wandern die Daten nicht.
Wer also befürchtet hat, hier stünde ein datenschutzrechtliches Risiko im Raum, kann aufatmen. Es geht nicht um Rechtmäßigkeit, sondern um eine bewusste Standortentscheidung.
Genau hier liegt der Punkt, den viele übersehen dürften: Nichtstun ist in diesem Fall ebenfalls eine Entscheidung. Die Einstellung ist standardmäßig deaktiviert. Wer bis zum 14. Dezember nichts ändert, gibt Microsoft damit faktisch grünes Licht, die Daten ab Mitte Dezember aus den Landesgrenzen in regionale Speicher innerhalb der EU-Datengrenzen zu verschieben.
Drei Gründe sprechen dafür, die Entscheidung bewusst zu treffen statt per Voreinstellung:
Erstens: Zusagen an Dritte. Haben Sie gegenüber Kunden, Partnern oder in eigenen Richtlinien zugesagt, dass Daten in Deutschland gespeichert werden? Dann sollten Sie prüfen, ob die Voreinstellung dazu passt. Ob solche Zusagen in Ihrem Fall existieren, kann Ihnen niemand von außen beantworten – aber die Frage gehört jetzt auf den Tisch.
Zweitens: Auskunftsfähigkeit. Wenn ein Kunde oder Geschäftspartner künftig fragt, wo Ihre Microsoft-365-Daten liegen, sollten Sie eine Antwort haben. „Wir haben uns bewusst für X entschieden, weil Y“ klingt anders als „das hat Microsoft so eingestellt“.
Drittens: Die Frist ist real. Der 14. Dezember 2026 ist das Stichtagsdatum, ab dem die Einstellung greift. Ob und wie sich die Wahl danach noch ändern lässt, geht aus der Meldung nicht hervor. Wer auf Nummer sicher gehen will, trifft die Entscheidung vorher.
Ehrlicherweise bleiben einige Fragen unbeantwortet, und es wäre unseriös, sie mit Vermutungen zu füllen:
Diese Unklarheiten sind kein Grund zur Sorge, aber ein Grund, die Prüfung nicht auf den letzten Tag zu schieben.
Der Aufwand ist überschaubar. Vier Schritte genügen:
Wenn Sie das Admin-Center nicht selbst betreuen, sprechen Sie diese Punkte mit Ihrem IT-Dienstleister durch. Wichtig ist nur, dass die Entscheidung nicht per Voreinstellung fällt, sondern mit Wissen.
Diese Meldung ist ein gutes Beispiel dafür, dass nicht jede Änderung an einer Cloud-Plattform ein Sicherheits- oder Datenschutzthema ist. Die Daten bleiben in der EU, die DSGVO ist nicht berührt, Sicherheit und Verschlüsselung ändern sich nicht. Trotzdem schiebt Microsoft Ihnen eine Entscheidung zu – mit Frist. Wer sie bewusst trifft, ist in kurzer Zeit durch. Wer sie verschenkt, merkt es frühestens dann, wenn die erste Rückfrage zum Speicherort kommt. Legen Sie den 14. Dezember in den Kalender, klären Sie die Fragen oben – und dann ist das Thema erledigt.
Dieser Artikel wurde KI-unterstützt auf Basis einer Fachmeldung erstellt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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